Wer in den Herbst- und Wintermonaten ein paar wichtige Regeln beim Heizen und Lüften beachtet, der sorgt nicht nur für eine effiziente Schimmelvorbeugung, sondern kann dabei auch noch eine Menge Geld einsparen.

Abgesehen davon, dass uns etwas frische Luft auch in den eigenen vier Wänden gut tut, zudem Gerüche und Giftstoffe abziehen können (Zigarettenrauch, Ausdünstungen von Teppichen etc.) ist es von großer Wichtigkeit, dass die Feuchtigkeit aus der Wohnung entweichen kann. Durch das Atmen und Schwitzen, durch Duschen, Kochen, Böden wischen, Wäsche trocknen, durch Blumen gießen, Aquarien u.v.m. produzieren wir Tag für Tag mehrere Liter Wasserdampf.

Schimmelbefall und gesundheitliche Beeinträchtigungen können entstehen, wenn diese Feuchte nicht ausreichend hinausbefördert wird.

Auch von dem durchaus beliebten „nur Mitheizen“ benachbarter Räume ist unbedingt abzuraten, denn das Trockenhalten der Räume und Ablüften der Feuchtigkeit ist durch das Heizen „durch die Wand“ nicht gegeben. Zudem ist ständiges Abkühlen und Aufheizen auch wesentlich kostenintensiver als das leichte Absenken der Raumtemperatur z.B. während der Nachtstunden. Kritisch wird es, wenn die Raumtemperatur permanent unter 14-16 Grad absinkt. Ein Heizen, auch bei Abwesenheit, ist daher in der kalten Jahreszeit anzuraten, damit die Wohnung nicht zu stark auskühlt und feucht wird. Neben falschem Lüften (Nutzungsverhalten) können aber auch eine zu kurze Trocknungszeit bei Neubauten und Sanierungen, undichte Rohre oder eine schlechte Wärmedämmung Ursachen für die Schimmelbildung sein. Erste Zeichen für Schimmelbefall sind modrige, erdige Gerüche in den betroffenen Gebäudeteilen. Achtung! – das Übel liegt und gedeiht meist im Verborgenen hinter größeren Möbelstücken, Vorhängen oder auch Bildern.

Was kann man präventiv gegen die Schimmelbildung unternehmen?

Vorbeugende Maßnahmen sind auf Dauer gegen die schädlichen Pilzsporen immer am wirkungsvollsten. Beachten Sie deshalb folgende Punkte und Verhaltensweisen, die Rainbow International empfiehlt:

  • Heizen Sie auch solche Räume ausreichend, die Sie nicht ständig benutzen oder in denen Sie etwas kühlere Temperaturen bevorzugen, da sonst die Wände schnell erkalten und die Luftfeuchtigkeit kondensieren kann.
  • Die Temperatur der inneren Wandoberfläche sollte 17°C niemals unterschreiten. Daher ist es sinnvoll, wenn Sie Möbel nicht direkt an die Außenwände stellen. Vorgestelltes Mobiliar wirkt dämmend und verhindert die Temperaturaufnahme der Wand.
  • Die Wärmeabgabe von Heizkörpern nicht durch Verkleidungen oder Vorhänge behindern, da sonst die effektive Erwärmung von Räumen verhindert wird und dies zu einem Wärmestau an den Fenstern führt.
  • Die Türen zu wenig beheizten Räumen nach Möglichkeit immer geschlossen halten, da sonst warme, feuchte Luft an die kalten Wände strömt.
  • Verzichten Sie in den „kalten Jahreszeiten“ auf Zimmerbrunnen und Verdunstungsgefäße an Heizkörpern, da diese in den bewohnten Räumen die Luftfeuchtigkeit unnötig erhöhen und somit die Menge an Wasserdampf steigern.
  • Größere Blattpflanzen platzieren Sie besser in vollbeheizten Räumen, da die Pflanzen und Pflanzkübel das Gießwasser in Form von Wasserdampf an die Raumluft abgeben und somit die Luftfeuchtigkeit steigt.
  • Lüften ist wichtig! Als Grundregel gilt: möglichst oft (2-4 Mal pro Tag), möglichst kurz (5-10 Minuten), möglichst kräftig (sorgen Sie für einen Durchzug in den Räumen – bitte keine Kipplüftung)
  • Jede Dauerlüftung durch das Kippen von Fenstern kostet unverhältnismäßig mehr Energie. Die Fensterlaibung kühlt aus und fördert damit die Kondensationsbildung. Vermeiden Sie daher während des Heizbetriebes eine Kipplüftung!
  • Soweit Ihre Heizkörper noch mit konventionellen Ventilen ausgestattet sind, sollten Sie diese während des Lüftens schließen.
  • Große Wasserdampfmengen beim Duschen oder Kochen sofort nach außen ableiten und nicht über offene Türen in der Wohnung verteilen lassen.
  • Bei Badezimmern ohne Fenster ist ein wirksamer Entlüftungsventilator ratsam.

Weitere wichtige Informationen zum Thema „Schimmel vorbeugen – richtig Heizen & Lüften“ finden Sie auch auf unserer Landingpage:
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Nein zu Schimmel und seinen Folgen“  /  „Echte Lösungen und schnelle Hilfe bei Schimmelschäden