Minustemperaturen können für viele Wohnungsbesitzer und Mieter unliebsame Spuren an Gebäuden hinterlassen. Schäden, die während der Kälteperiode entstehen, werden erst mit einsetzendem Tauwetter richtig sichtbar.

Wird der Schaden schnell bemerkt, können eventuelle Folgeschäden oft klein gehalten werden. Bei einem unbemerkten Rohrbruch sind die Ausmaße oft prekär. Das Wasser verteilt sich unter dem Estrich oder durchfeuchtet einen Fußboden oder ein Mauerwerk so stark, dass es zu massiven Bauschäden führen kann. Jedes Jahr müssen die deutschen Hausrat- und Wohngebäudeversicherer mehr als eine Million Leitungswasserschäden bearbeiten – das Schadenvolumen erstreckt sich dabei über die zwei Milliarden Euro Marke (Quelle: www.gdv.de) Vor allem in den Wintermonaten (bei Frost) ist die Gefahr eines Wasserrohrbruchs um ein Vielfaches höher als in den restlichen Jahreszeiten.

Informations- und Präventivvideo für Kunden

Die Folgen:

  • Zerstörungen durch Materialzersetzung
  • Aufquellendes Holz
  • Gefahren für die Statik des Gebäudes
  • Nachhaltige Schädigung von Gips und gipshaltigen Baustoffen
  • Wertminderung oder totaler Wertverlust von Immobilien
  • Gesundheitsgefährdung
  • Wird die Feuchtigkeit nicht fachgerecht entfernt sind auch Folgeschäden wie Schimmelbildung keine Seltenheit.

Warum ist das so?

Leitungswasser hat bekanntlich die Eigenschaft ab einer Temperatur von 0° Celsius einzufrieren. Während des Erstarrungsvorgangs dehnt sich das Wasser um bis zu 9 % aus. Die dadurch freigesetzten Kräfte wirken sich direkt auf die Zufluss- und Rohrsysteme in Gebäuden aus und sorgen für einen Überdruck in der Leitung – oftmals sind kleinere Risse oder sogar das Platzen des Rohres die Folge. Diese Schäden bleiben tückischer Weise zunächst unbemerkt. Sobald die Kälteperiode endet und die Wassertemperatur über 4°C Celsius ansteigt, kehrt das Wasser in seinen flüssigen Aggregatszustand zurück. Die Dichtheit des Rohres ist zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gewährleistet, Wasser tritt aus – der Wasserschaden ist nicht mehr abzuwenden.

Am größten ist die Gefahr für einen Wasserleitungsschaden dort, wo nur selten oder gar nicht geheizt wird – bspw. Gäste- und Arbeitszimmer, Keller, Vorrats- oder Abstellräume und im Gäste-WC.

Achten Sie im Speziellen auch darauf, dass die Fenster in den oben genannten Räumen richtig abgedichtet sind. Ebenfalls gefährdet sind Leitungen die außerhalb des Wohnbereiches liegen, wie zum Beispiel Gartenwasserleitungen.

So beugen Sie richtig vor:

  • Prüfen Sie bei längerer Abwesenheit die Brennstoffvorräte für die Heizung. Heizungspumpen müssen ständig laufen, damit das Heizungswasser zirkulieren kann. Nachbarn oder Bekannte sollten das kontrollieren.
  • Beheizen Sie gefährdete Wohnräume im Speziellen.
  • Achten Sie darauf, dass die Wasserrohre regelmäßig auf undichte Stellen kontrolliert werden.
  • Wasserzapfstellen im Außenbereich vor einer Kälteperiode unbedingt entleeren und absperren.
  • Schließen Sie die Fenster in gefährdeten Wohnräumen dauerhaft.

Schäden erkennen

Eingefrorene Leitungen erkennen Sie daran, dass…

  • kein Trinkwasser aus der Leitung kommt und
  • der Heizkörper kalt bleibt

Leitung eingefroren?

  • Auftauen mit heißem Wasser, heißen Tüchern, Heizmatten, Haartrocknern oder Heizlüftern. Vom geöffneten Hahn in Richtung der blockierten Strecke hin auftauen, damit die Leitung nicht platzt.
  • Wasserzufuhr während des Auftauens abstellen. Bei Wiederinbetriebnahme Haupthahn langsam öffnen, um Brüche durch Bewegung am Wasserzähler festzustellen.
  • Auf keinen Fall Infrarotstrahler, Heißluftpistolen oder offenes Feuer (Kerzen, Lötlampen oder Schweißbrenner) zum Auftauen verwenden, dadurch könnten die Rohre platzen.

Wie muss ich mich bei einem Wasserschaden verhalten?

  • Stellen Sie sämtliche Hauptwasserventile nach einem Leitungswasserschaden sofort ab.
  • Informieren Sie den zuständigen Versicherer und Ihren Hausinstallateur.
  • Lose Teppiche, Möbel und sonstige Gegenstände aus dem gefährdeten Bereich entfernen.
  • Elektronische Geräte / Versorgung sofort vom Netz nehmen. (gilt auch für Notstromversorgung)
  • Wasser abpumpen.
  • Öffnen und belüften Sie betroffene Kabelkanäle -> erster Trocknungsschritt
  • Entfernen Sie nasse oder durchfeuchtete Möbel
  • Postieren Sie Raum- bzw. Luftentfeuchter

Für weitere Informationen rund um dieses Thema stelle ich Ihnen gerne einen Fachexperten aus unserem System zur Verfügung.

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